Der Martinsturm mit
Martinskapelle war das
erste Barockbauwerk
am Bodensee und ist
historisch gesehen im
Zusammenhang mit
der mittelalterlichen
Stadtgründung einzu-
ordnen, welche auf die
in der Mitte des 13.Jh.
zurückgeht.
Auch dürfte in dieser
Zeit mit dem Bau des
Martinsturmes begonnen
worden sein, die Stiftung
der Martinskapelle wird
am 1. Oktober 1362
urkundlich erwähnt.
Der ursprüngliche Bau
diente als Kornspeicher,
hatte die Höhe des
heutigen Chorraums und
trug ein Pyramidendach.
Von 1599-1602 erfolgte die Erhöhung des Turmes um drei Geschosse sowie das Aufsetzen der grössten Zwiebelkuppel Mitteleuropas durch den Graubündner Baumeister -->Benedetto Prato zu einer neuen Gesamthöhe von ca. 39 Meter.
1602 errichtete der Bregenzer Baumeister Hundertpfund die hölzerne Außentreppe an der Südwand, die zum Eingang in halber Höhe des Turmes führt.
Weiters wurde die Einrichtung einer Türmerwohnung im 2. Geschoss
als -->Hochwacht beschlossen, welche seit dieser Zeit schon etliche Generationen von Türmern beherbergte und bis heute von einem
-->Türmer bewohnt wird.
In den Jahren 1701-1705 wurde das Langhaus errichtet. Es wird vermutet, dass in dieser Zeit der Durchbruch in der Westwand in
Form eines Triumphbogens erfolgte. -->siehe Schnittpläne
1910-1914 legte der Maler Florus Scheel aus Feldkirch die
-->Fresken wieder frei, welche im Jahre 1648 auf Anweisung des damaligen Stadtammann Johann Deuring übertüncht wurden.
Seit 1986 ist in den drei Geschossen des Martinsturmes das
-->"Militär Museum Vorarlberg" untergebracht.
Das Museum beleuchtet mit einer Reihe von Exponaten einen
Aspekt der Heimatgeschichte und versteht sich im Stile eines Heimatmuseums als Bewahrer von Geschichte und Tradition.
Im 3. Geschoss schenkt die Fenstergalerie des Martinsturmes einen traumhaften Rundumblick über die Oberstadt, den Hausberg Pfänder, die Schweizer Berge und natürlich über den Bodensee.
An klaren Tagen kann man sogar die Turmspitze des Konstanzer Münster sehen. -->Besuch im Martinsturm
Der Martinsturm ist heute im Besitz der Landeshauptstadt Bregenz. Die Verwaltung obliegt der "Arbeitsgemeinschaft Oberstadt".
Fünf Jahre nach Kriegsende haben sich 1950 Bürger der Bregenzer Oberstadt in einem Verein organisiert, um die Altstadt wieder herzurichten. Bis heute tragen Sie Sorge dafür, dass dieses Kleinod in seiner Ursprünglichkeit als Altstadt erhalten bleibt.
Martinsturm Bregenz

